Babyflasche abgewöhnen leicht gemacht

Abschied von der Babyflasche: Tipps für Eltern

Babyflasche abgewöhnen: Als Schlafberaterin („Sleep Sense Consultant“) bekomme ich häufig die Frage von Eltern gestellt, wann der richtige Zeitpunkt ist, ihr Kind von der Flasche an den Becher zu gewöhnen. Dieser Meilenstein kann aufregend, aber auch herausfordernd sein. Wenn du weißt, welches Alter ideal ist und welche Gründe dafür sprechen, gelingt die Umstellung leichter – und du förderst gleichzeitig die Gesundheit und Entwicklung deines Kindes.

WAS DICH ERWARTET

Wann ist der richtige Zeitpunkt, die Flasche abzulegen? Ein Leitfaden für Eltern

Als Schlafberaterin ist eine der häufigsten Fragen, die ich von Eltern bekomme, wann der richtige Zeitpunkt ist, ihr Kind von der Flasche auf den Becher umzustellen. Dieser Meilenstein kann sowohl aufregend als auch herausfordernd sein. Wenn du das richtige Alter und die Gründe für diesen Wechsel verstehst, kannst du sicherstellen, dass die Übergangsphase für dein Kind reibungslos verläuft und seine Gesundheit sowie Entwicklung gefördert werden.

Das empfohlene Alter

Die American Academy of Pediatrics (AAP) empfiehlt, dass Eltern den Übergang von der Flasche zum Becher etwa mit 12 Monaten beginnen. Bis zum 16. Lebensmonat sollten die meisten Kinder vollständig von der Flasche entwöhnt sein. Dieser Zeitraum ist nicht nur ideal, um die Entwicklung von Meilensteinen zu fördern, sondern auch, um mögliche gesundheitliche Probleme zu vermeiden, die mit einer zu langen Nutzung der Flasche verbunden sind.

Warum der Wechsel wichtig ist

  • Zahngesundheit

Lange Flaschennutzung, besonders mit Milch oder zuckerhaltigen Getränken, kann zu Karies führen. Eine Studie, die im Journal of Pediatrics veröffentlicht wurde, zeigt, dass Kleinkinder, die die Flasche über 12 Monate hinaus nutzen, ein höheres Risiko haben, Karies zu entwickeln. Der Zucker in Milch und Saft kann sich um die Zähne sammeln und ein ideales Umfeld für Bakterien schaffen.

  • Mundentwicklung

Langfristige Flaschennutzung kann die Entwicklung der oralen Muskulatur und des Gaumens beeinträchtigen. Die Saugbewegung, die beim Fläschchenfüttern erforderlich ist, unterscheidet sich von der Bewegung, die für das Trinken aus einem Becher notwendig ist. Eine Studie der American Dental Association hebt hervor, dass eine langfristige Flaschennutzung zu Problemen wie schiefen Zähnen und einer falschen Kieferentwicklung führen kann.

  • Förderung der Unabhängigkeit

Der Übergang zum Becher ist ein wichtiger Schritt in Richtung Unabhängigkeit für dein Kind. Er fördert die Entwicklung der feinmotorischen Fähigkeiten und der Hand-Augen-Koordination. Das Trinken aus einem Becher erfordert andere Muskelbewegungen, die für die Sprachentwicklung und allgemeine motorische Fähigkeiten entscheidend sind.

  • Nährstoffbalance

Kinder, die stark auf das Fläschchen angewiesen sind, könnten zu viel Milch konsumieren, was zu Eisenmangelanämie führen kann. Eine Studie im Journal of Pediatric Gastroenterology and Nutrition fand heraus, dass Kleinkinder, die mehr als 24 Unzen Milch pro Tag trinken, ein höheres Risiko für diese Erkrankung haben. Durch den Übergang zum Becher kannst du sicherstellen, dass dein Kind eine ausgewogene Ernährung mit einer Vielzahl von Nährstoffen erhält.

  • Die Flasche als Einschlafhilfe

Viele Eltern nutzen Flaschen als Teil der Einschlafroutine, wodurch die Flasche zu einer Einschlafhilfe wird. Diese Abhängigkeit kann die Entwicklung von Selbstberuhigungsfähigkeiten und unabhängigem Schlaf stören. Das Entfernen der Flasche vor dem Schlafengehen fördert gesündere Schlafgewohnheiten und Selbstberuhigungsstrategien.

So gelingt der Übergang von der babyflasche zu becher

  • Langsame Einführung

Beginne damit, deinem Kind bei den Mahlzeiten eine Sippy-Cup mit Wasser anzubieten. Lass dein Kind den Becher erkunden und damit spielen, um sich daran zu gewöhnen.

  • Reduziere die Flaschennutzung

Verringere schrittweise die Anzahl der Flaschen, die du deinem Kind anbietest, beginnend mit den Flaschen tagsüber. Ersetze sie durch Becher während der Mahlzeiten und Snacks.

  • Positive Verstärkung

Lobe und ermutige dein Kind, wenn es den Becher benutzt. Positive Verstärkung macht den Übergang einfacher und angenehmer.

  • Konsistenz ist der Schlüssel

Sei konsequent beim Übergang. Wenn du dich entscheidest, die Flasche vor dem Schlafengehen abzuschaffen, bleibe dabei. Biete Trost auf andere Weise, zum Beispiel durch eine Gute-Nacht-Geschichte oder Kuscheln.

  • Sei ein Vorbild

Kinder ahmen oft ihre Eltern nach. Trink vor deinem Kind aus einem Becher, um ihm zu zeigen, dass dies der normale Weg ist, Getränke zu konsumieren.

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Falls du dich überfordert fühlst, Unterstützung benötigst oder die Babyflasche die Einschlafhilfe deines Babys ist und du nicht weißt, wie du dein Baby ohne Flasche zum Schlafen bringen kannst:

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Quellen: 

Erfahrungen & Bewertungen zu Sleepystar Schlafberatung - Carla Kurtin