Schlafberatung und Stillen – Sinnvoll oder Sinnlos?

Durchschlafen trotz stillen – Geht das?

Schlafberatung und Stillen – Sinnvoll oder Sinnlos?

Eine der häufigsten Annahmen rund um das Thema Schlaftraining ist: Stillen und gut schlafen/schlafen lernen passen nicht zusammen. Viele Eltern denken, sie müssten ihr Baby erst komplett abstillen, bevor sie mit einer Schlafberatung beginnen können, sonst lohnt es sich nicht – doch das stimmt nicht. Heute möchten wir bei Sleepystar mit diesem Irrglauben aufräumen und zeigen, wie Stillen und gutes Schlafen sehr wohl miteinander vereinbar sind.

WAS DICH ERWARTET

Schlafberatung – unabhängig von der Art der Ernährung

Selbstständiges schlafen bedeutet, dass dein Baby lernt, sich selbst zu beruhigen und eigenständig (wieder) in den Schlaf zu finden. Ob ein Baby gestillt, mit der Flasche gefüttert wird oder schon keine nächtlichen Mahlzeiten mehr braucht, ist dabei zweitrangig. Entscheidend sind nicht die Art der Nahrung, sondern die Einschlafgewohnheiten, die sich dein Baby angewöhnt hat.

Vor allem im Alter von etwa 8 bis 12 Monaten nutzen viele Babys das Stillen als Einschlafhilfe – weniger aus Hunger, sondern zur Beruhigung. Das kann zu häufigem nächtlichen Aufwachen führen.

Wie Schlafassoziationen entstehen

Babys lernen durch Wiederholung und feste Abläufe. Wenn das Einschlafen regelmäßig mit dem Stillen verknüpft ist, entsteht im Gehirn eine feste Verbindung: Stillen = Einschlafen. Mit der Zeit wird daraus eine sogenannte Schlafassoziation. Das bedeutet: In den leichten Schlafphasen (die mehrmals pro Nacht vorkommen) wacht das Baby kurz auf und sucht genau das, was ihm beim Einschlafen geholfen hat – in diesem Fall das Stillen.

So entsteht ein Kreislauf: Das Baby braucht das Stillen, um weiterschlafen zu können, anstatt zu lernen, selbstständig zwischen Schlafphasen zu wechseln.

Hunger oder Gewohnheit? Wir finden es gemeinsam heraus

Bei Sleepystar schauen wir individuell, ob dein Baby nachts wirklich Hunger hat oder ob es eher um die Gewohnheit und das Bedürfnis nach Nähe geht. In vielen Fällen sind nächtliche Mahlzeiten ab dem sechsten Lebensmonat (in Absprache mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt) nicht mehr zwingend nötig. Wenn dein Baby nachts regelmäßig aufwacht, ist es oft die Schlafassoziation, nicht echter Hunger, der dahintersteckt.

Diese wiederholten Wachphasen stören nicht nur den Schlaf deines Babys, sondern auch deinen – was langfristig zu Erschöpfung und weniger erholsamem Schlaf für die ganze Familie führt.

Stillen und Schlafen lernen schließen sich nicht aus

Das übergeordnete Ziel der Schlafberatung ist es, deinem Baby zu helfen, selbstständig ein- und wieder einzuschlafen – ohne dabei auf das Stillen als einzige Einschlafhilfe angewiesen zu sein. Du kannst dein Baby weiterhin stillen, auch nachts, wenn du möchtest oder es nötig ist – wichtig ist nur, dass das Stillen nicht mehr die einzige Methode ist, mit der dein Baby zur Ruhe findet.

Wenn du auf nächtliche Stillmahlzeiten verzichten möchtest, kann dein Baby dennoch gute Schlafgewohnheiten entwickeln, während du tagsüber ganz normal weiterstillst. Und falls du dich bewusst dafür entscheidest, auch nachts zu stillen, ist das ebenfalls in Ordnung – solange du eine liebevolle, aber klare Struktur schaffst, in der dein Baby auch andere Wege kennenlernt, zur Ruhe zu finden.

Fazit

Stillen und Sein gut schlafendes Baby müssen sich nicht ausschließen. Mit einem durchdachten, liebevollen Plan kannst du beides kombinieren – und so sowohl deinem Baby als auch dir selbst zu besserem Schlaf verhelfen. Es geht nicht darum, das Stillen aufzugeben, sondern darum, neue Wege zu eröffnen, wie dein Baby zur Ruhe kommt – und genau dabei unterstützt dich Sleepystar.

💜 Du hast das im Griff! Und falls du Unterstützung brauchst, sind wir hier, um dir zu helfen. 💤✨

Erfahrungen & Bewertungen zu Sleepystar Schlafberatung - Carla Kurtin